Kategorie: Chronische Krankheiten
Gesundheitskompetenz bei Schwangerschaftsdiabetes und Diabetes Typ II
Projekt Details
Ziele
Das Angebot richtet sich an Schwangere und junge Mütter mit und ohne Migrations- und Fluchterfahrung mit der Diagnose Gestationsdiabetes. Des Weiteren zielt das Projekt auch darauf ab, Angehörige von Gesundheitsberufen (z.B. Ärzt*innen, Hebammen, Diätolog*innen) sowie Multiplikator*innen zu erreichen, denn sie fungieren häufig als Schnittstelle zwischen den Frauen und dem Gesundheitspersonal. Das Projekt setzt sich als Ziel, die Gesundheitsversorgung und die Gesundheitskompetenz von Schwangeren mit Gestationsdiabetes durch Wissensvermittlung und Anregung zu einer Verhaltensänderung zu verbessern.
Umsetzung
Das Projekt unterstützt Schwangere mit Gestationsdiabetes mit folgenden kostenlosen, mehrsprachigen und auf die Bedürfnisse der Frauen entwickelten Maßnahmen:
- psychosoziale, psychologische, medizinische Beratung und Begleitung sowie Sprachvermittlung
- Workshops, Gruppenangebote und Selbsthilfegruppen
- begleitende Koch- und Bewegungsangebote
- Bereitstellung von Informationsmaterialien wie eine mehrsprachige Broschüre zu Gestationsdiabetes und Flyer mit Kontaktdaten zum Projekt
Status Quo
Das Angebot wurde ab 2023 in das Leistungsangebot des Diabeteszentrum Wienerberg eingegliedert und bedarfsgerecht ausgebaut. Das Frauengesundheitszentrum (FEM Süd) bietet Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes (GDM) und Migrationshintergrund aktuell vielseitige Unterstützungsangebote (intensive Begleitung und psychosoziale Beratung in der Muttersprache inkl. türkischsprachige Selbsthilfegruppe, niederschwellige arabisch-sprachige Online-Selbsthilfegruppe).
Die Erfahrungen zeigen, dass die muttersprachliche Beratung, das Angebot des Diabeteszentrums Wienerberg optimal ergänzt und mitunter eine medizinische Behandlung erst ermöglicht. Aufgrund der überaus guten Annahme und bestehenden des Bedarfs wurde das Angebot erweitert. Personen aller Diabetes-Formen können nun bei Bedarf durch die Sprachvermittlung vor Ort im Diabeteszentrum unterstützt werden.

